Deutsch

"Kann denn die Kinder keiner lehren, wie man spricht?", fragt Prof. Higgins in dem Musical „My fair Lady" enttäuscht und vorwurfsvoll. "Man kann! Und muss!", möchte man antworten. Und es wird auch getan. Fast täglich - überall - in allen Schulen in Deutschland. Wozu ist denn sonst der Deutschunterricht da? Doch dafür, dass der Heranwachsende lernt, situationsgemäß seine Intentionen in trefflichen Worten unter Vermeidung von Kommunikationsschwierigkeiten einem Adressaten verständlich zu machen. Einfacher: dazu, jemanden zu befähigen, sich sinnvoll mitzuteilen. Ist es doch die Sprache, die nach allgemeiner Auffassung, weil verlauteter Sinn, als wesentliches Merkmal zur Abhebung vom Tier dient. Der Mensch sollte dementsprechend das Regelwerk seiner Sprache, die Grammatik, verständig gebrauchen können. Er sollte angemessen ausdrücken können, was er erlebt, fühlt, wünscht. Der Schüler sollte deshalb sortieren können, welche Form der Rede zweckgemäß anzuwenden ist. Er sollte aber auch aufmerksam hören können, was andere sagen, zuhören können - nach Tucholsky die fast schwierigere Aufgabe.

Und es sollte nicht beim Reden und Zuhören bleiben. Man müsste auch den nächsten Siebenmeilenschritt der Zivilisationsentwicklung, das Festhalten von Wörtern in Schrift, sich aneignen - und damit die rezeptive Entsprechung zum Schreiben, das Lesen. Ist es doch gerade die Schriftlichkeit, die mit dem Eintritt in das Schulleben dem Kind neu vermittelt wird, während das Sprechen schon in den Jahren zuvor gewachsen ist, so dass die Schule in dieser Beziehung auf die externen Erzieher mit angewiesen ist. Auch bei der Schriftlichkeit gilt es, unter Nutzung des Gerüsts der Sprache, der grammatischen Grundelemente, die Merkmale der verschiedenen Schreibgattungen zu kennen und dementsprechend einzusetzen: Erzählung, Bericht, Beschreibung, Protokoll, Erörterung, Textanalyse, um hier die wesentlichsten Formen aus dem Unterricht zu nennen.

Noch ein Drittes ist im Fach Deutsch zu thematisieren, so dass der Schüler vertraut gemacht wird mit einem weiteren Bereich der Kultur, der mit der Schrift eröffnet wurde: die literarische Bildung. Mit ihr lernt man sprachliche Vorbilder kennen und nimmt man teil an Beispielen des menschlichen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart - zur Daseinsorientierung, zur Beflügelung der Phantasie, zur spielerischen Imitierung, zur Einübung der philosophischen Reflexion. Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang die Eigentätigkeit, der schöpferische Umgang mit der Sprache, das kreative Schreiben.

Am Anfang der Oberschule wird in der 7. Klasse zunächst die Erkundung des von der Grundschule schon Mitgebrachten stehen, die Sicherung des Bekannten. Auf dieser Basis kann dann der Aufstieg stattfinden, der sich äußerlich in der Zunahme der Klassenziffern zeigt, bis dann in der Oberstufe die Auseinandersetzung mit bedeutsamen Schriften der deutschen Literatur- und Kulturentwicklung den Abschluss bildet.

Deutschprojekte

Einige Beispiele für Deutschprojekte von Schülern finden sie hier zu folgenden Themen, weitere Informationen zu den Aufgabenstellungen und anderen Begebenheiten finden sie auf den jeweiligen Seiten.