Schüleraustausch mit Frankreich 2017

Die Deutschen in Bordeaux - „J'aime Bord-Eaux“

1. Tag

Der Schüleraustausch nach Frankreich startete mit einem Flug von Berlin-Schönefeld. Alle waren schon sehr aufgeregt, die Austauschpartner, die Familien, die Stadt und alles andere kennenzulernen. In Bordeaux angekommen, wurden wir von unseren „Corres“ (Correspondants) abgeholt und der Spaß konnte beginnen.

Jeder verbrachte den ersten Tag mit seinem Austauschpartner und in der Familie. Viele gingen zum Rummel und fuhren mit der Geisterbahn und weiteren Attraktionen. Außerdem sammelten wir erste Eindrücke von der Stadt und sahen z.B. den Hafen oder die längste Einkaufsstraße Europas: die Rue Saint-Catherine. Natürlich wurden zum ersten Mal unsere Französischkenntnisse auf die Probe gestellt.

2. Tag

Der Tag begann mit dem Kennenlernen der Austauschschule – das Lycée Saint Joseph de Tivoli -, die um einiges größer ist als unsere. Besonders der Pausenhof mit den vielen Sportanlagen gefiel uns sehr. Anschließend fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum zur Stadtbesichtigung. Wir hatten eine „visite guidée“, bei der wir einige Sehenswürdigkeiten wie das Grand Théâtre, den Place de la Bourse, das Monument aux Girondins und auch die Rue Saint-Catherine sahen. Danach bekamen wir Zeit zu unserer freien Verfügung. Einige von uns erkundeten weiter die Stadt und sahen die Porte-Dijeaux, die Cathédrale St. André und den Tour Pey-Berland. Andere ruhten sich in einem Café in einer Seitenstraße aus.

Später kehrten wir zur Schule zurück und verbrachten den Abend mit unseren Corres.

3. Tag

Am dritten Tag sind wir mit dem Reisebus nach Saint-Emilion, einem kleinen, aber berühmten Weindorf (Welterbe der UNESCO) in der Umgebung von Bordeaux, gefahren. Dort haben wir eine Führung mitgemacht, bei der uns die Kapelle des Dorfes - la Chapelle de la Trinité - gezeigt wurde, die sich über einer Kalksteinhöhle befindet. Gleich daneben liegt die Eglise Monolithe, eine dreischiffige Kirche der Benediktiner, die vom 9. Jahrhundert an in den Fels geschlagen wurde. Es ist erstaunlich, wie sie nach den vergangenen Jahrhunderten immer noch erhalten ist, gleichwohl sie nun mit Betonpfeilern abgestützt wird. Dann hatten wir Zeit, das Dorf selbst zu erkunden, was sehr lustig war.

Als nächste Etappe stand der Besuch eines kleinen Weingutes auf dem Programm. Uns wurde die Herstellung des Weines ausführlich von der Besitzerin auf Französisch erklärt. Wir haben bei einer Verkostung gelernt, wie man die Qualität des Weins prüft und dass das Jahr 2015 kein guter Jahrgang für Rotwein war.

Zurück in der Schule haben wir den Nachmittag mit unseren Corres verbracht. Auf dem Hof brachten wir uns gegenseitig Spiele aus unserer Kindheit bei, bis nach und nach alle nach Hause mussten.

4. Tag

Das Wochenende hat jeder mit der Familie seines Corres verbracht. Einige sind zu Sportveranstaltungen gegangen, haben Museen besucht oder einfach das schöne Wetter in der Altstadt von Bordeaux genossen. Meine Familie ist mit mir in die Dordogne östlich von Bordeaux gefahren, wo wir über das Wochenende in ihrem Häuschen wohnten. Dort haben wir die weltberühmte Höhle von Lascaux mit dem dazugehörigen Museum besichtigt und ich konnte einiges über Höhlenmalerei und deren Bedeutung erfahren. Der Ausflug mit der Familie hat wirklich geholfen, uns besser kennenzulernen und ich habe mich richtig wohl gefühlt. Wir haben französische Spezialitäten gegessen, am Lagerfeuer Monopoly gespielt und den Abend mit einer Runde Billard ausklingen lassen. Es war interessant, auch das ländliche Frankreich kennenzulernen und das Wochenende war wirklich toll, um die Austauschfamilie lieb zu gewinnen.

5. Tag

Am Sonntag fuhren wir nach einem üppigen französischen Frühstück zur Dune du Pilat am Atlantik und trafen dort auf viele andere Familien mit ihren Austauschschülern. Zusammen wurde gepicknickt, Ball gespielt und natürlich der Ozean angeschaut. Die Düne ist zirka 60 m hoch und es war eine Herausforderung auf dem Rückweg vom Meer durch den Sand nach oben zu gelangen. Doch wir amüsierten uns sehr und auch die Franzosen hatten ihren Spaß mit uns. Am frühen Abend hat jeder den Tag individuell ausklingen lassen. Und so schnell wie der Sonnenuntergang gekommen war, fiel auch schon jeder mit reichlich Sand in der Kleidung, und ja eigentlich überall, ins Bett.

Am Montagmorgen hatten wir die Möglichkeit in den Unterricht in Frankreich hinein zu schnuppern. Wir wurden auf verschiedene Klassen aufgeteilt und haben schnell bemerkt, dass nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Lehrer in einem unglaublich rasanten Tempo sprechen.

Gegen 10 Uhr machten wir uns auf den Weg, um den Wohnort von Charles Louis de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu – genannt Montesquieu - zu besichtigen. Der Reisebus fuhr uns zum Château de la Brède, wo wir viel über das Leben Montesquieus und seiner Familie in diesem Wasserschloss durch eine französische Museumsführerin erfuhren. Bei der Führung bekamen wir auch gerne ein zweites Mal erklärt, was wir auf Französisch nicht gleich verstanden hatten. Es war ein großartiges Gefühl hier in Frankreich das erste Mal die französische Sprache anzuwenden.

Am Nachmittag kehrten wir zurück und holten unsere Austauschpartner von der Schule ab.

Jeder war erschöpft von der Fülle der Eindrücke, doch es gab nichts Schöneres als hier mit diesen einst fremden Menschen nun eng und vertraut Bordeaux zu erkunden. In dieser Stadt gibt es einiges zu entdecken.

7. Tag

An diesem Tag besuchten wir im Stadtzentrum das Musée National des Douanes am Ufer der Garonne – am bord d‘eau. Die junge Museumsführerin gab uns viele Informationen über die Geschichte des Zollwesens auf Französisch. Zum Abschluss machten wir ein Spiel, bei dem wir unser Wissen zu der Frage, welche Dinge verzollt werden müssen und welche nicht, anwenden sollten.

Später trafen wir uns mit den französischen Corres am Grand Théâtre zu einer Stadtrallye durch Bordeaux. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und rannten los :). Leider spielte das Wetter nicht mit, denn es regnete. Trotzdem gaben wir unser Bestes!

Um noch letzte Souvenirs oder Spezialitäten wie die Cannelés de Bordeaux (kleine Küchlein) oder Macarons zu kaufen, machten sich viele in der Stadt auf die Suche danach.

Den letzten Abend verbrachten wir bei unserer Gastfamilie und da hieß es auch schon Packen.

8. Tag

Früh am Morgen, viel zu früh, machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Alle waren sehr traurig beim Abschied. Doch die Vorfreude, die Franzosen schon in der folgenden Woche in Berlin begrüßen zu dürfen, war noch größer. Natürlich freuten wir uns auch ein wenig auf Zuhause. So sagten wir denn vor dem Abflug „Au revoir!“.

Für uns alle war der Austausch eine Bereicherung – schöne Erinnerungen, interessante Erfahrungen und insgesamt einfach alles. Wir haben andere Sitten und Gewohnheiten kennengelernt, unsere Sprachkenntnisse verbessert, neue Freunde gefunden und viele tolle Dinge erlebt.

Alles in allem war der Bordeaux-Austausch „fantastique“!

Kaja und Vianne

Französischer Bericht: Le week-end de Vianne avec sa correspondante

Samedi, je me suis réveillée à huit heures. Je suis descendue prendre mon petit-déjeuner vers neuf heures. J’ai mangé un croissant traditionnel avec de la confiture. Josephine et moi, nous avons quitté la maison à dix heures et nous avons pris le bus numéro 2 jusqu’à la place Gambetta. Nous y avons rencontré les amies de Josephine avec leurs correspondants.

Ensemble, nous avons fait les boutiques dans la rue Ste-Catherine: c’est la plus grande rue commerçante d’Europe. Je suis allée chez «Yves Rocher». J’ai eu beaucoup de chance parce que, quand j’ai acheté mon parfum, la vendeuse m’en a offert un deuxième. Après, nous avions faim et nous sommes allés chercher quelque chose à manger chez Mc Donald. On a mangé près du Miroir d’eau. Ensuite, dans une boutique, j’ai acheté un petit haut ravissant.

L‘après-midi, nous étions treize qui sommes allés à la foire. C’était très drôle. Nous avons fait des auto-tomponneuses et d’autres attractions. Puis, nous avons mangé une glace et plutard une crêpe. Dans la rue, nous avons écouté un groupe de musiciens. Vers dix-neuf heures, nous sommes allés chez Elise parce que Josephine avait une soirée. J’étais invitée mais je ne connaissais personne.

A l’arrêt du bus, nous avons rencontré Klaus et Simon avec leurs corres. Chez Elise, nous avons chanté, sa soeur a fait du piano et après, nous avons dîné. Nous avons mangé des pizzas, de la salade et comme dessert des fraises et de l‘ananas. A vingt et une heure, nous avons regardé „The voice kids“ à la télé. Enfin, la maman de Josephine est venue chercher Josephine et moi. Nous nous sommes couchées à minuit.

Dimanche était une très bonne journée. Nous nous sommes levées à neuf heures. Après notre petit-déjeuner, nous sommes allées à la dune du Pyla ensemble avec la famille de Maïtena, Josephine et sa maman. Nous avons rejoint d’autres familles et d’autres corres. C’était très beau et amusant car nous avons joué, couru sur la plage et nous avons pris des photos avec tout le monde au bord de l’océan atlantique. Le retour sur le sommet de la dune a été très fatiguant mais rigolo. Nous sommes rentrés à la maison en fin de l‘après-midi. Nous étions couverts de sable. Le soir, chacun a mangé ce qu‘il voulait. Le dimanche soir chez Josephine, on mange ce qu’on veut, ils appellent ça «pagaille». J’ai mangé mon plat préféré: la lasagne au pesto de Christine. Ensuite, nous avons regardé un film à la télé que tout le monde a trouvé nul. Enfin, nous sommes allées dormir.