Die großen Teilgebiete der Physik - Mechanik, Wärmelehre, Optik, Magnetismus
und Elektrizität sowie Atom- und Kernphysik - werden sowohl im profilierten als auch im normalen
Zug unterrichtet.
Hinzukommen können Themen aus den Wahlgebieten Astronomie, Farbenlehre, Elektronik,
Akustik, Vakuumphysik, Flüssigkeiten und Gase oder ein besonderes Blockpraktikum
mit freier Themenwahl Richtung "Jugend forscht".
Da der Physikunterricht im profilierten Zug wieder in Klasse 7 beginnt, wird der
Rahmenplan insgesamt anders gestaltet als im normalen Zug, beide Züge werden am Ende
der 10. Klasse aber im wesentlichen die gleichen Inhalte behandelt haben.
Die größere Stundenzahl im profilierten Zug soll für folgende Schwerpunkte und Vertiefungen genutzt
werden:
a) Dem etwas abgewandelten Motto folgend "Chemie ist das, was knallt und stinkt, Physik ist das, was nie
misslingt" wird solange experimentiert, "bis die Welt wieder in Ordnung ist". Die
experimentelle Arbeit in Kleingruppen ist dabei ein wichtiges Erlebnisfeld der Schüler.
b) Da es ohne Computer fast überhaupt nicht mehr geht, wird in Klassenstufe 9 für die Schüler im
profilierten Zug das Thema Messen - Steuern - Regeln im Rahmen des Physikunterrichts angeboten - die
Schüler des normalen Zuges können dieses Thema nach Absprachen mit ihren ITG-Lehrern behandeln.
c) Der Bezug zu den drängenden aktuellen Zukunftsfragen wird verstärkt hergestellt, um
Lösungsmöglichkeiten von Seiten der Physik kritisch und sachbezogen zu untersuchen oder gar zu
erarbeiten.
d) Die Verbindung zu anderen Fächern soll vermehrt aufgezeigt werden, um den Gefahren einer zu einseitigen
Orientierung entgegenwirken zu können.
Die Lehrer der Herder-Schule haben dabei die einmalige Chance, den Rahmenplan für den profilierten Zug selbst
entwickeln zu dürfen. Langjährige Unterrichtserfahrungen, die gute Ausstattung mit Experimentiergeräten
und das Vorhandensein von immerhin vier Unterrichts- und Übungsräumen werden dabei eine für Berlin
"hervorragende Mischung" ergeben!
Die Schülerschaft der Herder-Schule kommt seit Jahren in den Genuss eines recht erfreulichen
"Wohlfühl-Betriebsklimas" im 3. Stock unserer Schule. So kennen sich viele Schüler in den
großen Sammlungs- und Übungsräumen der Physik recht gut aus. Der Abdruck manch
"plattgedrückter Nase" an den Glasschränken zeugt von der verständlichen Neugier dieses oder
jenes jungen "Menschenkindes". Alles wird recht pfleglich behandelt, Schuleigentum wird fast nie zu privaten
Zwecken beiseite geschafft. Wenn man dringend etwas zu Hause benötigt, dann fragt man kurz nach und
bringt es am Wochenanfang oder Ferienende wieder zurück!
Der Umgang mit der Technik und das Durchschauen von Umwelt faszinieren ja nicht nur die Schüler, sondern uns
Lehrer gelegentlich auch. Und wenn das Schüler erst einmal merken, dann ist der Boden konstruktiver,
vertrauensvoller Zusammenarbeit bereitet und ein erfreuliches Lernklima so gut wie sicher.
Seit Jahren "sponsert" das Gros der Eltern unserer Schülerinnen und Schüler unsere
Schulgemeinschaft durch:
a) gelegentliche Anregungen zum Unterricht,
b) kostenlose Überlassung hochwertiger technischer Lehr- und Übungsgeräte,
c) kostenlose oder preisgünstige Software für unsere diversen Computersysteme,
d) ihre Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Freunde der Herder-Schule,
e) ihre offene Zusammenarbeit in Fragen der Heranbildung ihrer "Sprösslinge" bzw. unserer
"Patienten",
f) ...vertrauensvolle Überlassung ihrer weiteren Schulkinder.
Zur Selbstdarstellung heißt es dann "Alle Jahre wieder" bei den Werbeaktionen unter den
Grundschülern des Bezirks und der ganzen Stadt "Herders großer Fall".
Die Herder-Schule stürzt sich aus den Höhen eines normalen Berliner Gymnasiums mit einem
breitgefächerten Angebot für fast alle Schülerwünsche auf die schwerpunktmäßige
Behandlung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer.
Damit der Sturz nicht zu hart wird und die Landung hinreichend weich verläuft, trägt sie in ihrem
Gepäck die edlen Künste der Mathematik, Chemie und Physik quasi als "Fallschirme".
Daher trompetet es in alle Lande: Wir machen auch schöne Musik. Vor allem aber:
Gesucht werden Schülerinnen und Schüler, die
a) schon immer etwas mehr Spaß an "Mathe" hatten und die
b) schon lange gern wüssten, was in den Silvester-Knallern so feurig ist,
c) oder solche Schüler, die sich bei ihrer elektrischen Eisenbahn schon mal etwas Hochspannung an den Schienen
gewünscht haben, damit Kater Carlo in Zukunft nicht mehr so lässig auf den Gleisen rumlatscht
d) oder die Schülerinnen, die sich ihre Puppen nicht ganz so "sprachlos" vorgestellt haben, diese also
mit einem anständigen Sound nachrüsten möchten - alles nicht ganz einfach, aber ungeheuer interessant
- und machbar!
Und nicht nur für die zukünftigen Herder-Spezialisten sondern auch für die Herder-Allrounder:
Wer an Computern Interesse hat, ist bei Herders von vornherein an der richtigen Stelle. Im Internet surfen oder in
Arbeitsgemeinschaften Roboter zum Laufen bringen, Ampeln so schalten, dass niemand "eine Chance
hat" und lernen dabei, mit den Gefahren unserer hochtechnisierten Welt halbwegs vernünftig umzugehen. All
dies ist schon fast Alltag an dieser Schule.
Wer elektrische und elektronische Künste erlernen will, wo geht der wohl hin? Wer Lust hat, anfangs von
Klassenzimmer zu Klassenzimmer mit selbstgebastelten Geräten zu funken und der es später vielleicht mit der
halben Welt machen will, wo geht der hin? Wer Interesse daran hat, dass unsere Welt auch in Zukunft lebenswert
sein wird, wer lernen will, wie man alternative Energiequellen einzusetzen hat, der arbeitet an schulischen
Inselanlagen eben nur noch mit der Energie, die von der Sonne direkt eingestrahlt wird, und wo wird das alles sein?
Na ja, Sie bzw. Ihr wisst es ja: Am Herder-Gymnasium!
Den Zusatzrahmenplan Physik S1 können Sie sich hier ansehen.